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Umzug ins Pflegeheim: Was mitkommt, was bleibt und was jetzt zu erledigen ist

Ein Umzug ins Pflegeheim ist kein Umzug wie jeder andere. Es geht nicht um eine schönere Wohnung oder einen kürzeren Arbeitsweg, sondern meistens um einen Abschied. Vom Haus, in dem die Kinder groß geworden sind, vom Garten, von der Küche, in der jeder Handgriff saß. Oft kommt die Entscheidung dazu noch plötzlich, nach einem Sturz, einem Krankenhausaufenthalt oder weil die Pflege zu Hause einfach nicht mehr geht. Wir begleiten solche Umzüge im Raum Dachau und München seit vielen Jahren. Und wir haben gelernt: Wie gut der Start im Heim gelingt, hängt viel davon ab, wie das neue Zimmer aussieht und wie viel vom alten Leben mitkommen darf.

Erst klären, dann packen

Bevor auch nur ein Karton gepackt wird, sollten Sie mit der Einrichtung ein paar Dinge besprechen. Jedes Haus handhabt das etwas anders.
  • Wie groß ist das Zimmer genau? Lassen Sie sich die Maße geben, am besten mit Fenster und Türen. Einzelzimmer sind oft nur wenig größer als ein gutes Schlafzimmer.
  • Was ist schon drin? Pflegebett, Nachttisch und Schrank stellt meist das Heim. Ob eigene Möbel dazu dürfen und welche, ist unterschiedlich.
  • Was ist nicht erlaubt? Aus Brandschutzgründen sind Elektrogeräte wie Heizdecken, Wasserkocher oder Mehrfachsteckdosen oft eingeschränkt oder müssen geprüft werden.
  • Wie läuft die Wäsche? Viele Häuser waschen selbst und verlangen, dass jedes Kleidungsstück mit Namen gekennzeichnet ist. Das dauert länger, als man denkt, also früh anfangen.

Was ins Zimmer gehört

Platz ist knapp, deshalb geht es nicht um möglichst viel, sondern um die richtigen Dinge.

Das, was Zuhause ausmacht

Ein vertrauter Sessel. Die Lieblingsdecke. Fotos an der Wand, nicht im Karton. Eine kleine Kommode mit den Dingen, die immer schon in der Kommode waren. Gerade für Menschen mit Demenz sind vertraute Gegenstände ein Anker, an dem sie sich orientieren. Ein Zimmer, das nach Zuhause aussieht, erleichtert das Ankommen spürbar.

Kleidung

Bequeme Kleidung für etwa zwei Wochen, dazu Schuhe mit fester Sohle und Hausschuhe, die sicher sitzen. Lieber weniger, dafür passend zur Jahreszeit. Den Rest kann die Familie später tauschen.

Pflege und Gesundheit

  • aktueller Medikamentenplan und die Medikamente für die ersten Tage
  • Hilfsmittel wie Rollator, Brille, Hörgeräte samt Ladestation und Batterien, Zahnprothese mit Dose
  • Pflegeutensilien, die gewohnt sind und gut vertragen werden

Papiere

Kopien von Personalausweis und Krankenkassenkarte, Pflegegrad-Bescheid, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, eine Liste mit Ärzten und Telefonnummern der Angehörigen. Originale bleiben am besten bei der bevollmächtigten Person.

Was nicht mitkommen kann

Das ist der schwerste Teil. Der Haushalt eines ganzen Lebens passt nicht in 20 Quadratmeter, und irgendwann muss entschieden werden, was mit dem Rest passiert. Unser Rat: nicht alles auf einmal. Was sofort entschieden werden muss, ist das, was ins Heim kommt. Für alles andere gibt es Zwischenlösungen. Eine Einlagerung zum Beispiel verschafft der Familie Zeit, in Ruhe zu sortieren, statt in drei Wochen eine ganze Wohnung leer zu bekommen. Erbstücke können verteilt, gute Möbel verschenkt oder verkauft werden. Und was dann wirklich keiner mehr möchte, räumen wir im Rahmen einer Entrümpelung besenrein aus. Manche Familien merken erst beim Ausräumen, wie sehr das hilft, diesen Schritt nicht allein machen zu müssen.

Die Formalitäten

Die Wohnung kündigen

Ein Sonderkündigungsrecht wegen Umzugs ins Pflegeheim gibt es im Mietrecht leider nicht. Es gilt die normale Kündigungsfrist für Mieter, in der Regel drei Monate. Viele Vermieter zeigen sich aber kulant, wenn ein Nachmieter gestellt wird. Fragen lohnt sich. Gehört die Wohnung oder das Haus der Familie, steht die Frage nach Verkauf oder Vermietung an, die man nicht im ersten Monat entscheiden muss.

Rundfunkbeitrag, Strom, Telefon

Für ein Zimmer im Pflegeheim fällt kein eigener Rundfunkbeitrag an. Wird die Wohnung aufgelöst, kann das Beitragskonto abgemeldet werden. Wie das geht, haben wir im Beitrag GEZ beim Umzug erklärt. Strom, Telefon und Zeitungsabo kündigen Sie zum Auszugstermin, Versicherungen wie die Hausrat passen Sie an.

Post und Adresse

Ummelden beim Bürgerbüro, Nachsendeauftrag bei der Post, neue Adresse an Rentenversicherung, Krankenkasse und Bank. Meistens übernimmt das die Person mit der Vollmacht.

Wer zahlt den Umzug?

In den meisten Fällen die Familie bzw. der Umziehende selbst. Der Zuschuss der Pflegekasse greift beim Umzug ins Heim in der Regel nicht, wann er möglich ist, steht im Beitrag Umzugskosten Pflegekasse. Wer Hilfe zur Pflege vom Sozialamt bekommt, sollte dort nachfragen, ob im Einzelfall Kosten übernommen werden.

Der Umzugstag selbst

Unser wichtigster Tipp: Planen Sie den Tag so, dass das Zimmer schon fertig ist, wenn die Person ankommt. Möbel stehen, Bilder hängen, das Bett ist gemacht, die Lieblingstasse steht auf dem Tisch. Wer in ein halb eingerichtetes Zimmer voller Kartons kommt, hat es am ersten Tag unnötig schwer. Am besten läuft es, wenn ein Angehöriger die Person begleitet, während ein anderer mit uns das Zimmer einrichtet. Und noch etwas: Rechnen Sie nicht damit, dass sich alles am ersten Tag gut anfühlt. Das Ankommen braucht Wochen. Regelmäßige Besuche in dieser Zeit sind wichtiger als jedes Möbelstück.

Wir helfen beim ganzen Weg

Einen Umzug ins Pflegeheim organisieren die meisten Familien nur einmal, oft unter Zeitdruck und emotional ziemlich am Limit. Wir machen das regelmäßig und wissen, worauf es ankommt: das Zimmer liebevoll einrichten, den Rest einlagern oder auflösen und am Ende eine Wohnung übergeben, um die sich niemand mehr kümmern muss. Unser Seniorenumzug verbindet all das in einem Auftrag, mit festen Ansprechpartnern und viel Geduld. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns über die Umzugsanfrage, dann besprechen wir in Ruhe, was ansteht, auch wenn die Entscheidung noch nicht entgültig gefallen ist. Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Pflegeberatung. Bei Fragen zu Kosten und Leistungen helfen Pflegekasse, Pflegestützpunkt oder Sozialamt.

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